Fasten macht die Zellen glücklich

Die diesjährige Fastenkur beginnt – Corona sei Dank – dieses Jahr sehr spät für mich. Ich war mir nicht sicher, ob es in dieser Zeit verantwortungsvoll ist zu fasten. Mittlerweile habe ich beschlossen, dass ich damit einfach starte. Ich denke die positiven Aspekte überwiegen einfach – und eine gute Gesundheit kommt sicherlich auch diesem gruseligen Virus zu Gute.

Warum faste ich und wann habe ich damit angefangen? Alles begann vor über 20 Jahren.  Ich hatte ständig Blasenentzündungen, kein Antibiotikum konnte mir helfen und so hat mir mein Arzt (damals schon sehr fortschrittlich) eine Fastenkur verordnet. In Sachen praktische Tipps hat mir damals das Programm von Dr. Rüdiger Dahlke sehr geholfen. Gerade wenn man noch nie gefastet hat, ist es wichtig hier eine Anleitung zu haben, damit man das Fasten auch wirklich richtig macht. Es war überraschend für mich, wie schnell mein Körper von der Ernährung von außen auf die Ernährung von innen umschalten kann. Ich fühlte mit fantastisch, meine Blasenentzündungen waren verschwunden und ich setzte sogar mit Heuschnupfen und anderen Allergien aus, die mich plagten. Durch ein paar Tage nichts essen ging mir sehr viel besser!

Fasten – was ist das eigentlich?

Die meisten denken das Fasten so eine komische Diät sei, die gerade im Trend liegt. In Wahrheit ist das Fasten endlich auch mit seinen positiven Auswirkungen in der Wissenschaft angekommen. Nahrungsverzicht ist viel mehr als eine Modeerscheinung. Selbst die Menschen in der Antike wussten, dass man durch Fasten die Selbstheilungskräfte im Körper in Gang setzen kann. Und da wir nicht immer Essen in Hülle und Fülle zur Verfügung hatten, sind unsere Gene eher darauf programmiert mal nichts zu essen – als ständig im Überfluss zu konsumieren. Heilfasten kann helfen Autoimmunkrankheiten oder auch nur ein paar Pfunde los zu werden. Aber es lindert auch zahlreiche Entzündungen im Körper wie z.B. rheumatischen Beschwerden. Warum ist das so?

Wenn unsere Zellen immer mehr Zucker bekommen, machen sie irgendwann Ihre Schleusen dicht. Der Körper schüttet in der fatalen Verkennung der Situation dann mehr Insulin aus. Das wiederum fördert Entzündungen, die Alterung des Körpers wird beschleunigt und es kann zu Diabetes und auch zu Übergewicht kommen. Das Heilfasten resetet den Körper und versetzt ihn wieder in seinen normalen Ausgangszustand.

Wie funktioniert nun das Fasten? Es gibt unterschiedliche Arten des Fastens und auch unterschiedliche Methoden. Ich faste nach der Buchinger Methode und verzichte für 10 Tage komplett auf feste Nahrung. Es gibt nur Wasser, Kräutertees und eine Fastenbrühe (hierzu findet Ihr das Rezept in meinem Blog). Für alle die mit dem Fasten beginnen, rate ich einen Start mit maximal 5-7 Tagen.

Dein Stoffwechsel stellt sich um – Du musst Dich gewegen!

Was passiert nun beim Fasten?  Innerhalb von nur 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme stellt der Stoffwechsel um und nutzt seine eigenen Energiereserven. Da das Gehirn vor allem Zucker benötigt, werden zunächst alle Glukosereserven aus der Leber verbraucht. Nach ca. 48 Stunden sind alle Zuckerspeicher leer. Spätestens jetzt ist es wichtig sich auch regelmäßig zu bewegen. Denn der Organismus schaltet auf die Eiweißverbrennung um, und Du musst nun unbedingt Deinem Körper das Signal geben, dass er bitte die Muskeln nicht abbauen soll. Wer also beim Fasten nur den ganzen Tag im Bett liegt, tut dem Körper nichts Gutes. Das ist auch der Grund, warum ich beim Fasten normal weiterarbeite und so wenig wie möglich an meinem Rhythmus ändere. Beim Fasten steigere ich sogar mein Sportpensum. Da mein Körper in der Zeit nicht mit Dingen wie der Verdauung  beschäftigt ist, fühle ich mich aber auch viel fitter als sonst.

Autophagie – die Zellen machen Frühjahrsputz

Zeitgleich startet der Körper die Fettverbrennung. Dabei wandelt er Fettzellen in Ketone um. Sie liefern besonders effizient Energie und hemmen den weiteren Muskelabbau. Nach wenigen Tagen Fasten stammt bereits 90% der benötigten Energie aus der Verbrennung von Fetten.

Autophagie

Und nun kommt es zum eigentlichen Prozess, den manche dann auch gerne „Entschlacken“ nennen. Solche „Schlacken“ gibt es natürlich im Körper nicht und konnten auch nie nachgewiesen werden. Aber es kommt zu einem wichtigen Recyclingprozess im Körper. Jeder Mensch hat Zellabfall im Körper. Wenn man nun fastet, dann kommt die sogenannte Autophagie in Gang. Das ist ein Zellreinigungsprozess, bei dem unbrauchbarer und schädlicher Zellmüll in unseren Zellen verwertet – sprich recycelt wird. Aus ihnen gewinnt der Körper nun wichtige neue Energie und Zellbaustoffe. Alles was in den Zellen herumliegt, überflüssig oder sogar schädlich ist wird in neue Energie umgewandelt. Wie schlau von den Zellen, denn damit schlägt sie 2 Fliegen mit einer Klappe. Einerseits löst sie damit ihr Energieproblem – und andererseits werden Dinge die schädlich sind, in Grenzen gehalten. Das ist der Prozess, den wir dann so spüren, als hätten wir „entschlackt“. Tatsächlich fühlt sich der ganze Körper leichter an, die Haut ist angenehm weich und zart und das Bindegewebe gestrafft. Falls Du das jetzt noch nicht so genau verstanden hast, so hilft Dir unter Garantie das Video unten dabei, den Prozess der Autophagie zu verstehen.

Am besten Du probierst es einfach einmal aus. Sollte Dir das Buchinger Fasten am Anfang zu hart sein, so bin ich persönlich auch ein sehr großer Fan vom Kurzzeitfasten, welches sich leichter in den Alltag integrieren lässt. Tipps und Tricks sowie meine eigene Fastenkur kannst Du in meiner Instagram Story begleiten. Ich zeige Dir dort wie man das Fasten einleitet, wie Du Dich täglich fühlst, was Du zu Dir nehmen darfst, wie ein Leberwickel funktioniert und wie Du mit der Colon-Hydro-Therapie das Fasten unterstützt und Deinen Darm auf Vordermann bringst. Sollte Dich das Thema Fasten näher interessieren, so kannst Du hier einen Beratungstermin bei mir buchen.