Viele Menschen mit Rosacea konzentrieren sich verständlicherweise vor allem auf Hautpflege, Ernährung oder mögliche Trigger. Doch immer mehr Forschung zeigt, dass auch Faktoren eine Rolle spielen könnten, die auf den ersten Blick gar nichts mit der Haut zu tun haben, zum Beispiel die Muskelmasse des Körpers.
Wenn du dir vorgenommen hast, dich mehr zu bewegen oder vielleicht sogar mit Krafttraining zu beginnen, könnte das also nicht nur deiner allgemeinen Gesundheit zugutekommen, sondern möglicherweise auch deiner Haut. Eine Untersuchung aus Südkorea hat einen interessanten Zusammenhang beobachtet: Je höher die relative Muskelmasse von Rosacea-Patient:innen war, desto geringer war tendenziell die Schwere ihrer Symptome.
Muskelmasse vs. BMI – warum der SMI bei Rosacea relevanter ist
In der Studie wurde nicht der bekannte Body-Mass-Index (BMI) betrachtet, der hauptsächlich das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße beschreibt. Stattdessen nutzten die Forschenden den sogenannten Skelettmuskel-Massenindex (SMI). Während der BMI eher Hinweise auf den Körperfettanteil gibt, zeigt der SMI, wie viel Muskelmasse eine Person im Verhältnis zu ihrem Körper besitzt. Ein höherer Wert bedeutet also: Der Anteil an Muskelmasse ist größer.
Studie: Muskelmasse und Schweregrad der Rosacea
Eine Studie der Sungkyunkwan University in Seoul untersuchte den Zusammenhang zwischen Muskelmasse und dem Schweregrad von Rosacea. Dafür analysierten Forschende 110 Rosacea-Patient:innen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren ein Gesundheitszentrum besuchten. Die meisten Teilnehmenden hatten erythematotelangiektatische Rosacea mit Symptomen wie Gesichtsrötungen, Flushs und sichtbaren Gefäßen, während ein kleinerer Teil papulopustuläre Rosacea mit entzündlichen Veränderungen wie Papeln und Pusteln zeigte. Insgesamt hatten 75 % eine milde Rosacea und 25 % eine moderate Form, schwere Fälle waren nicht vertreten. Mithilfe eines Körperzusammensetzungs-Scanners bestimmten die Forschenden die relative Skelettmuskelmasse der Teilnehmenden. Nach der Auswertung zeigte sich ein klarer Trend: Je höher die Muskelmasse war, desto geringer war tendenziell die Schwere der Rosacea-Symptome. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, nachdem mögliche Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchen, Alkoholkonsum und körperliche Aktivität berücksichtigt wurden. Besonders sichtbar war dieser Effekt bei moderater Rosacea, während er bei sehr milden Symptomen weniger deutlich war.
Krafttraining & Rosacea – was du konkret tun kannst
Rosacea wird zunehmend nicht nur als reine Hauterkrankung betrachtet. Studien zeigen, dass sie häufiger zusammen mit bestimmten Stoffwechselproblemen auftritt, zum Beispiel: Bluthochdruck, Übergewicht, Insulinresistenz. Diese Faktoren gehören zum sogenannten metabolischen Syndrom.
Interessant ist dabei: Eine höhere Muskelmasse steht oft in umgekehrtem Zusammenhang mit genau diesen Stoffwechselproblemen. Deshalb vermuten Forschende, dass Muskelmasse möglicherweise dabei helfen könnte, Prozesse im Körper zu stabilisieren, die auch bei Rosacea eine Rolle spielen.
Wenn du mehr über aktuelle Studien und neue Erkenntnisse rund um Rosacea erfahren möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter, damit du solche Inhalte nicht verpasst.
Quelle:
Lee JY et al. (2018): Association Between Skeletal Muscle Mass and Rosacea Severity.
Journal of Cosmetic Dermatology.
Mein Geschenk für Dich
Wenn Du genug hast von oberflächlichen Behandlungen, Cremes ohne nachhaltige Wirkung und ständigen Schüben, dann ist dieses kostenfreie E-Book genau das Richtige für Dich. Es erwartet Dich ein ehrlicher und detaillierter Einblick von mir, die selbst über 40 Jahre betroffen war und heute symptomfrei lebt. Du erfährst, warum klassische Therapien oft nicht ausreichen und welche tieferliegenden Ursachen – wie stille Entzündungen, Darmprobleme, Nährstoffmängel oder virale Belastungen – wirklich eine Rolle spielen.
Jetzt eintragen und das E-Book kommt direkt in dein Postfach

