Brennende Augen bei Rosacea: Warum ein Augenarztbesuch so wichtig ist Aktuelle Studienlage. Claudia Rönsch, die Glückstrainerin, ganzheitliche Gesundheits- & Ernährungsberaterin, Hamburg

Hast du manchmal trockene, brennende oder gerötete Augen? Oder drückende, müde Augen, besonders abends? Viele Rosacea-Betroffene winken bei solchen Beschwerden ab: „Das ist wahrscheinlich der Bildschirm.” Aber eine neue Studie legt nahe, dass deine Rosacea dabei eine entscheidende Rolle spielen könnte, auch wenn du das gar nicht weißt.

Rosacea und die Augen: Was eine neue Studie zeigt

Forscher haben 16 Patientinnen und Patienten mit kutaner Rosacea mit hochmodernen Bildgebungsverfahren am Auge untersucht. Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: elf mit bereits bekannter Augenbeteiligung, fünf ohne klinisch erkennbare Augensymptome. Dazu kamen sechs gesunde Vergleichspersonen ähnlichen Alters. Das Ziel war herauszufinden, ob auch bei Rosacea-Betroffenen ohne offensichtliche Augenbeschwerden bereits messbare Veränderungen am Auge nachweisbar sind. Das Ergebnis: Ja, und das deutlicher als erwartet. Was viele nicht wissen: Okular Rosacea bedeutet, dass die chronische Entzündung bei Rosacea nicht nur die Haut betrifft, sondern auch die Augen und ihre Umgebung. Die Augenlider, die Meibom-Drüsen, die Augenoberfläche und der Tränenfilm können alle betroffen sein. Und das Beunruhigende daran: Die Augenzeichen können der Hautrosacea sogar vorausgehen, das heißt, die Augen können bereits betroffen sein, bevor die typische Gesichtsrötung überhaupt beginnt.

Was die Studie herausgefunden hat: Befunde die aufhorchen lassen

Die Forscher setzten drei verschiedene High-Tech-Verfahren ein, um die Augen der Teilnehmenden zu untersuchen: Tränenfilm-Interferometrie, Meibographie und OCT-Angiographie. Die Befunde sind eindeutig. Der Tränenfilm war bei allen Rosacea-Betroffenen signifikant dünner. Die Lipidschichtdicke betrug bei der Gruppe mit offensichtlicher Augenbeteiligung im Durchschnitt nur 45,5 nm, verglichen mit 92,7 nm bei den gesunden Kontrollpersonen. Das ist weniger als die Hälfte. Aber auch die Gruppe ohne klinische Augensymptome hatte mit 67,4 nm einen deutlich reduzierten Wert. Die Meibom-Drüsen waren bei Rosacea deutlich stärker geschädigt, und zwar in beiden Rosacea-Gruppen, unabhängig davon, ob die Betroffenen Augenbeschwerden hatten oder nicht. Noch wichtiger: Die klassische augenärztliche Untersuchung zeigte bei 58 % der scheinbar augensymptomfreien Fälle trotzdem messbare Veränderungen an der Augenoberfläche. Veränderungen, die ohne gezielte Untersuchung schlicht nicht aufgefallen wären. 85 % der Rosacea-Patientinnen und -Patienten berichteten über Augensymptome, wenn sie gezielt danach gefragt wurden. Leichtes Brennen, Fremdkörpergefühl, müde Augen, Lichtempfindlichkeit werden häufig dem Bildschirm, der trockenen Heizungsluft oder dem Alter zugeschrieben. Der Zusammenhang mit der Rosacea wird kaum hergestellt, und genau das ist das Problem. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte pflanzliche Wirkstoffe gezielt in entzündliche Prozesse eingreifen können.

Meibom-Drüsen bei Rosacea: Warum Früherkennung buchstäblich alles ist

Die Meibom-Drüsen sind kleine Talgdrüsen am Lidrand, die den fetthaltigen Teil der Tränen produzieren. Wenn sie nicht richtig funktionieren, verdunstet der Tränenfilm zu schnell, die Augen werden trocken, reizbar, brennend. Langfristig kann das die Hornhaut schädigen. Das Beunruhigende: Ist eine Meibom-Drüse einmal verkümmert, ist das in der Regel nicht mehr vollständig rückgängig zu machen. Früherkennung ist also hier buchstäblich alles. Die gute Nachricht: Wenn eine Meibom-Drüsen-Dysfunktion früh erkannt wird, gibt es wirksame Therapien, von Wärmekompressen und Lidrandpflege bis hin zu speziellen Behandlungen wie der Lipiflow-Therapie oder IPL, die übrigens auch bei okularer Rosacea eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte pflanzliche Wirkstoffe gezielt in entzündliche Prozesse eingreifen können.

Was du jetzt konkret tun kannst

Die Botschaft dieser Studie ist klar: Alle Menschen mit Rosacea sollten augenärztlich untersucht werden, auch wenn sie keine Augenbeschwerden haben. Und das nicht einmalig, sondern regelmäßig.

Rosacea ganzheitlich verstehen

Rosacea betrifft nicht nur die Haut. Sie ist eine systemische Entzündungserkrankung, die verschiedene Organe gleichzeitig beeinflussen kann, die Augen, den Darm, das Gefäßsystem, das Nervensystem. Wer Rosacea wirklich in den Griff bekommen möchte, muss das große Bild sehen. Die Augen gehören dazu.

Genau das ist das Herzstück meiner Rosacea Masterclass. Du lernst, wie du Rosacea ganzheitlich verstehst und gezielt angehst, von innen heraus, mit dem Wissen darüber, was dein Körper wirklich braucht. 
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Quelle der Studie:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41892006/

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